Autor:
econoomy Redaktion
Kategorie:
Beitrag vom:
1 März, 2025
Aktuallisiert am:
2 Juli, 2025
Folge uns:
Gründungszuschuss und Steuern: Was du wissen musst
Der Gründungszuschuss ist eine wichtige finanzielle Unterstützung für angehende Gründerinnen und Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit heraus in die hauptberufliche Selbstständigkeit starten. Doch wie sieht es steuerlich aus? Dieser Artikel beantwortet die häufigsten Fragen.

Ist der Gründungszuschuss steuerpflichtig?
Nein, der Gründungszuschuss ist steuerfrei gemäß § 3 Nr. 2 Einkommensteuergesetz (EStG). Er gehört nicht zum steuerpflichtigen Einkommen und muss weder in der Steuererklärung angegeben noch versteuert werden. Zudem unterliegt er nicht dem Progressionsvorbehalt, im Gegensatz zu Leistungen wie Arbeitslosengeld I. Das bedeutet, dass der Gründungszuschuss keine indirekte Steuererhöhung bewirkt.
Was muss ich trotzdem versteuern?
Die Einnahmen, die aus deiner selbstständigen Tätigkeit entstehen, unterliegen der Einkommenssteuer. Hierbei wird der Gewinn (Einnahmen abzüglich Ausgaben) als Grundlage herangezogen. Es lohnt sich, Ausgaben wie Arbeitsmaterialien, Bürokosten oder Weiterbildungen genau zu dokumentieren, um die Steuerlast zu senken.
Welche steuerlichen Empfehlungen gibt es für Gründer?
Kleinunternehmerregelung nutzen: Wenn dein Umsatz im Gründungsjahr unter 22.000 Euro bleibt, kannst du dich von der Umsatzsteuerpflicht befreien lassen. Das reduziert den Verwaltungsaufwand.
Pflicht zur Steuererklärung: Als Selbstständiger bist du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Nutze am besten die Expertise eines Steuerberaters, um Fehler zu vermeiden und mögliche Vorteile auszuschöpfen.
Freiberufler und Kleingewerbe: Die steuerlichen Regelungen unterscheiden sich je nach Rechtsform. Informiere dich frühzeitig, welche Pflichten für dich gelten.
Gibt es Alternativen zum Gründungszuschuss?
Falls der Gründungszuschuss nicht bewilligt wird, stehen andere Optionen offen, etwa Mikrokredite, regionale Förderprogramme oder private Investoren. Diese unterliegen meist anderen steuerlichen Bedingungen, weshalb eine professionelle Beratung sinnvoll ist.
Hast Du noch Fragen?
Disclaimer: Unsere Ratgeber ersetzen keine fachliche Beratung durch einen Steuerberater oder Juristen. Wende dich bei Unsicherheiten bitte an einen Experten für Steuerrecht, um individuelle Fragen zu klären.
Über diesen Gründer-Ratgeber
Erstellt von der econoomy Redaktion. Die econoomy GmbH ist seit 2020 AZAV-zertifizierte (AVGS) Gründungsberatung mit über 700 Beratungsprojekten pro Jahr und fachkundiger Stelle für die Tragfähigkeitsbescheinigung. Der Gründungszuschuss, Einstiegsgeld und AVGS sind Ermessensleistungen der Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters. Für rechtsverbindliche Auskünfte wende Dich an Deine zuständige Agentur für Arbeit oder Dein Jobcenter. Dieser Ratgeber ersetzt keine individuelle Beratung. Förderbedingungen können sich ändern. Unterstützung, Beratung und Coachings erhält Du von Deinem persönlichem econoomy Gründerberater, Dozent und Coach.






